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Die Jugendsession fordert Verbot von Provisionsläckerli durch Pharmaindustrie

Die Jugendsession verlangt, dass Zuwendungen an Ärzte durch Pharmaunternehmen unterbunden werden.

Dadurch soll der Bevorzugung von Originalpräparaten gegenüber Generika ein Ende gesetzt werden. Die Jugendlichen schlagen auch eine eigene AHV-Reform vor, mit der eine Überarbeitung der Mehrwertsteuer gefordert wird.

Die 26. Jugendsession ging am Sonntag mit dem Plenum im Nationalratssaal zu Ende, das am Samstag von Bundespräsidentin Doris Leuthard eröffnet wurde. In ihrer Rede würdigte sie das Engagement der Jugendlichen und ermutigte sie, durchzuhalten! Die grossen Reformen können nicht ohne die Beteiligung der Jugendlichen angegangen werden, hielt sie zu Beginn fest. Im Gegenzug würdigte die Jugendsession mit dem Prix Jeunesse Jürg Grossen für seinen Einsatz für die Arbeitsgruppe Pendlerströme im Rahmen der Jugendsession 2016.

Die grossen Reformen: AHV und Finanzierung der Krankenkassensysteme

Wie die Bundespräsidentin zu Recht festgestellt hat, lässt sich die Jugend von den Themen der grossen politischen Reformen nicht abschrecken. Die französischsprachige Arbeitsgruppe zur AHV hat eine Flexibilisierung des Rentenalters sowie eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters der Frauen auf 65 mit einer Anhebung der Rente als Ausgleich für die Lohnungleichheiten zwischen Männern und Frauen vorgesehen. Die deutschsprachige Gruppe hat sich mit der Finanzierung der Renten beschäftigt und eine völlige Überarbeitung der Mehrwertsteuer vorgeschlagen. Die Besteuerung von Toilettenpapier, ein Gut des täglichen Bedarfs, soll sinken, während andere Güter (z. B. Luxusuhren), die mit dem Normalsatz besteuert werden, neu höher besteuert werden sollten. Die zweite Reform wurde zwar mit 94 Stimmen gegen 56 angenommen, erstere aber mit 107 Stimmen gegen 46 abgelehnt.

 

Andere Arbeitsgruppen haben sich zudem mit der Finanzierung der Krankenkassen beschäftigt. In der Forderung «Provisionsläckerli stoppen» verlangen die Jugendlichen ein Verbot von Zuwendungen jeglicher Art von Pharmaunternehmen an Ärztinnen und Ärzte. Diese Geschenke würden sie nämlich ermutigen, eher Originalpräparate zu verschreiben. Mit dieser Lösung sollen die Gesundheitskosten durch einen vermehrten Einsatz von Generika gesenkt werden. Die Petition wurde mit 115 gegen 33 Stimmen angenommen.

 

Weitere Forderungen zu hochaktuellen Themen, wie die Petition «Erwerbstätigkeit als Integrationsanreiz», wurden ebenfalls verabschiedet. Diese verlangt, dass Asylsuchende und vorläufig aufgenommene Personen einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.

 

Die Forderungen wurden am Abend dem ersten Vizepräsidenten des Nationalrats übergeben. Das Forum der Jugendsession wird diese nun weiterverfolgen und ihnen Gehör verschaffen. Die Jugendsession 2017 ist enthusiastisch zu Ende gegangen – alle Jugendlichen konnten ihre Citoyenneté weiterentwickeln und während vier Tagen mitreden, mitgestalten und mitentscheiden.


Kontakt:

 

Valérie Vuille
Leiterin Kommunikation der SAJV
valerie.vuille@sajv.ch
031 326 29 37 / 076 567 03 23

 

Corinne Schwegler

Projektleitung Jugendsession

corinne.schwegler@sajv.ch

031 326 29 28