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2009

Kurz nach dem Ende der Schweizer Castingshow «MusicStar» fand in Bern eine politische Castingshow statt. 15 Gruppenvertreterinnen und –vertreter präsentierten einen dreiminütigen Ausschnitt aus einer echten politischen Rede vor dem Plenum. Nach einem Halbfinale zu aktuellen politischen Themen und einem Finale mit Selbstpräsentation wurde Adil Koller per Akklamation zum «PolitStar» gewählt.

Weniger Applausfreudig zeigten sich die Jugendlichen bei den Petitionen: zum ersten Mal wurden im Schlussplenum mehr Petitionen abgelehnt als angenommen. Die Jugendlichen wollten nichts wissen von Kampagnen zur Medienkompetenz, einer Einheitskrankenkasse, mehr Kulturförderung, einer aktiveren staatlichen Wohnbaupolitik oder einer Amtszeitbeschränkung für Mitglieder des Bundesrates.

Dafür stimmten sie einer Erhöhung der Anzahl Bundesratsmitglieder auf neun und einer Aufteilung des EDI und UVEK klar zu, genau wie der gesamtschweizerischen Einführung von «voté electronique», einer liberalen Regelung der Sterbehilfe, steuerlichen Anreize zur Weiterbeschäftigung von Lehrabgängerinnen und –abgängern und einer Regulierung von Praktika.

«Etwa 80 Prozent der Teilnehmenden sind in meinen Augen in der Lage, eine gute Diskussion zu führen. Weil die Jugendlichen aus allen Landesteilen kommen, ergibt sich auch ein guter Meinungsmix. Zudem schicken die Jungparteien vermehrt ihre eigenen Leute. So ergeben sich auch härtere Diskussionen. In diesem Jahr wurden in der Schlussabstimmung gar einige Petitionen abgelehnt.» 
— Marc Renggli, 20, Kantischüler (Wilisauer Bote vom 20.11.09., S. 12)