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1996

Nach intensiven Diskussionen zum Thema «Süchtige Jugend?» im Beisein von 20 Parlamentarierinnen und Parlamentariern forderten die Jugendlichen vor dem Hintergrund der beiden Initiativen «für eine vernünftige Drogenpolitik» und «Jugend ohne Drogen» die Legalisierung von Cannabisprodukten, verbunden mit mehr Repression gegen Drogendeal und einem Ausbau der Prävention.

Die Jugendlichen verlangen mit 69 zu 63 Stimmen auch einen intensiveren Kampf gegen den internationalen Drogenhandel. Zu diesem Zweck verlangen sie im Rahmen einer Petition eine Gesetzesänderung, die es den Behörden erlaubt, das Waschen von Drogengeldern aufzudecken, etwa durch erleichterten Einblick in verdächtige Bankkonten.

Als Ursache für Drogenkonsum identifizierten die Jugendlichen fehlende Geborgenheit und Integration in der «heutigen Konsum- und Leistungsgesellschaft». Als Gegenmassnahme forderten sie, «familienfreundliche Arbeitsmodelle zu schaffen, welche eine optimale Arbeitsteilung ermöglichen» um damit die Familie «als die kleinst mögliche Zelle gesellschaftlichen Lebens» zu stärken.

 «Wir betrachten indes nicht die Anzahl von Petitionen als Gradmesser unseres Erfolgs. Das Ergebnis unserer Bemühungen ist etwas anderes: es sind motivierte Jugendliche, die davon überzeugt sind, dass Politik etwas Wichtiges ist, und dass es sich lohnt, mitzudenken und mitzuwirken. Die Jugendsession ist keine Papiermaschine, sondern produziert konkrete Partizipationsmöglichkeiten, die sonst eher rar sind.»
— Cornelia Diethelm, langjähriges OK-Mitglied